Christliches Leben in einem muslimischen Land
Die Türkei ist ein Land mit reicher christlicher Geschichte. Die Missionsreisen führten die Apostel in Städte wie Smyrna, Ephesus oder Pergamon. Bis vor etwa 100 Jahren gab es noch über drei Millionen Christen. Heute sind es weniger als 100.000. Christen haben es schwer im Land der vielen biblischen Städte.
Doch an den alten Orten gibt es neues christliches Leben: Bereits seit mehr als 20 Jahren gibt es die Baptistengemeinde in Izmir, dem biblischen Smyrna. Gegründet wurde sie von Pastor Ertan Çevik.
Auch in anderen Städten wurden Gemeinden gegründet, beispielsweise in Istanbul, Adana und in Bergama, dem biblischen Pergamon.
Sichtbar und Selbstbewusst
Die türkischen Gemeinden sprechen gerne von ihrem Glauben, laden zu kulturellen Veranstaltungen ein und beziehen örtliche Verantwortliche in ihre Arbeit mit ein. Die Gemeinden machen deutlich, dass sie das Wohl der Stadt und der Menschen suchen. Sie wollen keine Untergrundgemeinden sein, sondern sich öffentlich auf die Religionsfreiheit berufen.
Engagiert der Not begegnen
Seit vielen Jahren engagieren sich die türkischen Geschwister für die Menschen, die auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung in ihr Land kommen. Lebensmittel, Kleidung und vor allem liebevolle Zuwendung sind für die Flüchtlinge ein großes Zeichen der Nächstenliebe.
Dadurch besitzt der türkische Baptistenbund eine große Kompetenz im Bereich der humanitären Arbeit. Bei der Katastrophenhilfe nach dem Erdbeben im Frühjahr 2023 wurden in Zusammenarbeit mit der Hilfsorganisation Türkischer Halbmond und den Behörden Hilfsgüter bis über die syrische Grenze in die Region Idlib gebracht.
Im Glauben wachsen
Diese Nähe zu den Menschen und die Bereitschaft, offen vom Glauben zu erzählen, trägt Früchte: Frauen und Männer lernen Jesus kennen, lassen sich taufen und werden aktiver Teil der Gemeinden. In Glaubenskursen oder im Polykarp-Bibelseminar können Interessierte mehr über die Bibel erfahren und sich theologisch fortbilden.
Engagement für die Geschwister in der Türkei
Euer Gebet und Eure Spende - besonders auch als Projektpatenschaft - für die Gemeindearbeit in der Türkei finanziert die Arbeit der Hauptamtlichen, fördert Gemeindefreizeiten, trägt die Kosten für Glaubenskurse und ermöglicht die Weitergabe von Lebensmitteln und Kleidung.
Gebetsbrief von Ertan und Marlene Çevik
Etwa dreimal im Jahr erscheint der persönliche Gebetsbrief mit Informationen und Gebetsanliegen aus der Gemeindearbeit in Izmir.